Absolutes Versagen der zuständigen Behörden!?
Vorweg möchte ich schreiben, dass dieser Artikel wohl eher nur für Anwohner, bzw. Kenner der vorderen Altstadt in Heidelberg interessant sein könnte. Ich musste mir einfach den Frust von der Seele schreiben, deshalb die Kategorie “Kritik”.
Nach gut zwei Wochen Urlaub bin ich heute wieder ins Geschäft gefahren und musste in die Fußgängerzone, um sperrige Dinge einzuladen. Nun ist es ja absolut gewöhnlich in Heidelberg, dass alles ein bisschen enger ist, Radfahrer die Vorherrschaft haben und man als Autofahrer in der Altstadt ein schweres Leben hat. Wie gesagt, alles soweit normal…
Nicht normal ist allerdings, dass nun neben der Fahrtgasse, die seit Monaten wegen einer Baustelle voll gesperrt ist, auch die St. Anna-Gasse dicht ist. Die ist zwar nicht offiziell gesperrt, aber die Baufahrzeuge der Firmen, die den Douglas sanieren, parken die sowieso schon enge Gasse komplett zu – Kein Durchkommen und die Damen und Herren in Blau interessiert es kein Stück. Spricht man sie darauf an, bekommt man noch blöde Antworten.
Von der Sofienstraße/Bismarckplatz aus darf man auch in dieser Ausnahmesituation nicht in die Hauptstraße einfahren und auch für die Neugasse wurde in dieser schwierigen Situation keine Regelung gefunden. Hier herrscht nach wie vor die Einbahnstraße aus der Hauptstraße raus, obwohl genug Platz wäre, um in beide Richtungen fahren zu können.
Wie kommt man nun als Anwohner oder Gewerbetreibender der vorderen Hauptstraße zu seinem Haus, bzw. seiner Wohnung?
Hat man es dann mehr oder weniger nach den Verkehrsregeln geschafft anzukommen, wird der Rückweg nicht leichter:
Über die Sofienstraße darf man die Hauptstraße nicht verlassen. St.Anna-Gasse und Fahrtgasse dicht, also ab durch die Neugasse und dann links in die Plöck. Dummerweise baut der Kaufhof gerade auch und die Nadlerstraße in Richtung Friedrich-Ebert-Anlage ist wegen Umbauten ebenfalls voll gesperrt, somit herrscht auch in der Plöck ist das absolute Chaos, welches zwei Männer mit Kelle versuchen zu beseitigen - Der Erfolg hielt sich heute Morgen in Grenzen.
Für die Ortskundigen… Mein Stellplatz befindet sich in der Fahrtgasse, welche aktuell nur vom Neckar aus erreichbar ist. Also musste ich wie folgt fahren: Vor der Chocolaterie RoCo abgefahren, durch die Neugasse. Links in die Plöck, wo ich wegen der Kaufhof-Baustelle gut 5 Minuten stand. Über den Friedrich-Ebert-Platz in die Friedrich-Ebert-Anlage, vorbei an der Baustelle, wegen der die Anlage gerade teilweise Einspurig ist. Rechts in die Sofienstraße und dann rechts runter Richtung Neckar und dann in die Fahrtgasse. Durch die überragenden Ampelschaltungen in der City ein Weg von exakt 16 Minuten, der sonst, ohne Baustellen in einer Minuten zu bewältigen wäre und dürfte man aktuell zumindest über den Bismarckplatz rausfahren in 3-5 Minuten.
Ich erwarte nich viel, aber kann man nicht vorher klären, wie der Verkehr fließen könnte, bevor man Straßen dicht macht oder dies genehmigt? Könnte man sich darüber Gedanken machen, dass die Geschäfte bei der Anlieferung Probleme bekommen? Nein, das scheint den Schreibtischhengsten egal zu sein, denn man nimmt die resultierende Nötigung in Kauf. (tr)

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